Aktiv zuhören - 3 Schritte für eine gelungene Kommunikation

Die Methode des aktiven Zuhörens habe ich während meines Praktikum bei von Schumann Coaching & Consulting kennengelernt. Danach habe ich sie immer wieder in der Uni oder in anderen Kontexten gehört bzw. angewendet.


Ich finde, gerade in der heutigen doch turbulenten und hektischen Zeit, ist aktives Zuhören ein wirksames Tool, um gute und tiefe Gespräche zu führen. Es geht in solchen Gesprächen vor allem darum, sein Gegenüber zu verstehen und die Qualität der Unterhaltung zu steigern.


Aktives Zuhören kann für Mitarbeitergespräche, für Gespräche mit Freunden oder mit seinem Partner genutzt werden. Du kannst es also mit jedem ausprobieren, insofern Du daran interessiert bist, was die Person Dir mitteilen möchte.



Aktives Zuhören verläuft in drei aufeinander aufbauenden Schritten:


Schritt 1: Aufmerksamkeit schenken

Wende Dich der/demjenigen, mit der/dem Du sprichst zu. Am besten nimmst Du eine lockere und offene Körperhaltung ein, schaust Dein Gegenüber an und nickst hin und wieder um ihr/ihm zu signalisieren, dass Du bei der Sache bist.

Achte darauf, nicht aufs Handy, auf die Smartwatch oder aus dem Fenster zu schauen. Diese Unterbrechungen lenken Dich ab und verunsichern Deinen Gesprächspartner.


Schritt 2: Paraphrasieren

Wenn Dein Gesprächspartner ausgesprochen hat, fasse in Deine Worten zusammen, was sie/er Dir erzählt hat. Beispiel: Anna erzählt Dir ausführlich von ihrem stressigen Tag, weil sie viele lange Meetings und Kundengespräche hatte.

Darauf könntest Du antworten:Ich verstehe, dass Du einen anstrengenden Tag hattest, weil du sehr eingespannt warst.“


Im Anschluss deiner Paraphrase frag nach, ob Du alles richtig verstanden hast. Dies geschieht durch die einfache Frage:Habe ich das so richtig verstanden?“


Durch diese magische Frage signalisierst Du Deinem Gegenüber, dass es für Dich von Bedeutung ist, sie/ihn richtig zu verstehen. Falls Du nicht alles richtig wiedergegeben hast, wird Dein Gesprächspartner Dir das jetzt sagen. Andersfalls wird er Dir zustimmen und sich dabei gehört und wertgeschätzt fühlen. Beispiel:Ja, genauso ist es“


Zuhören und paraphrasieren heißt nicht automatisch dem Gehörten zuzustimmen. Lediglich stellst Du sicher, dass beide Gesprächspartner das gleiche Verständnis besitzen. Diese Ausgangslage ist wichtig für den dritten Schritt.


Schritt 3: Verbalisieren

Im dritten Schritt geht es darum, aus Deinem Herzen zu sprechen. Du versetzt Dich also in die Situation des anderen und beschreibst, was Du fühlst. Das kann sowas sein wie: „Du fühlst Dich jetzt bestimmt müde?“




Indem Du die Gefühle ansprichst, stellst Du sicher, dass Du alles richtig verstanden und interpretiert hast. Meistens interpretierst Du die Gefühlslage des anderen sowieso. Indem Du Deine Gedanken aussprichst, regst Du die andere Person zur Selbstreflektion an. Du signalisierst ihr außerdem, dass Du an ihren Gefühlen interessiert bist und es Dir etwas bedeutet, sie/ihn richtig zu verstehen.


Sehr wichtig ist es im Gespräch nicht zu werten, was die andere Person erzählt, oder die Probleme für sie/ihn lösen zu wollen. Aktiv Zuhören allein ist oft wirksamer als Tipps zu geben, bevor Du die Situation richtig erfasst hast. Probier‘s am besten selbst aus!


Viel Spaß und ich freue mich über Dein Feedback in den Kommentaren.



Clara-Antonia Schöller

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